July 14, 2026
Johann Lafer: Unheilbarer Krebs, 25 Kilo weniger und der Traum vom Himalaya
Berühmtheit

Johann Lafer: Unheilbarer Krebs, 25 Kilo weniger und der Traum vom Himalaya

Jun 29, 2026

Es gibt Sätze, die man nicht vergisst. Sätze, die in ihrer Ehrlichkeit so schwer sind, dass man einen Moment braucht, um sie zu verarbeiten. Johann Lafer, 68 Jahre alt, einer der bekanntesten Fernsehköche Deutschlands, hat bei einem Treffen mit Weggefährten in München solche Sätze gesagt. „Ich habe Metastasen im ganzen Körper, da ist alles schwarz.” Keine Umschreibung, keine Beschönigung. Nur die Wahrheit eines Mannes, der gelernt hat, mit ihr zu leben.

Die Diagnose, die alles veränderte

Vor zweieinhalb Jahren wurde bei einer Routineuntersuchung zufällig etwas entdeckt. Johann Lafer hatte keine Schmerzen, kein Warnsignal, keinen Anlass zur Sorge. „Ich hatte keinerlei Schmerzen. Gar nichts.” Die Ärzte beobachteten zunächst, entfernten dann mehrere Lymphknoten. Er hoffte, alles würde wieder gut.

Im Januar 2026 verschlechterte sich seine Lage drastisch. Plötzlich war alles geschwollen. Nächtliche Schweißausbrüche. Kaum Schlaf. „Da habe ich gemerkt: Jetzt läuft etwas komplett in die falsche Richtung.” Die neue Diagnose war eindeutig: Lymphdrüsenkrebs mit Metastasen im gesamten Körper. Nicht heilbar. Eindämmbar — aber nicht heilbar.

Seit Anfang 2026 befindet er sich im fünften Chemotherapie-Zyklus. Die Behandlung fordert ihren Preis. 25 Kilogramm hat er verloren. Seine Haare sind weg. Und selbst das Essen, seine größte Leidenschaft, sein Lebenswerk, fällt ihm inzwischen schwer. Ein Koch, dem das Essen schwerfällt — das ist der stille Kern dieser Geschichte.

Was seiner Familie bedeutet

Besonders schwer war die Diagnose für seine Frau Silvia. „So etwas schweißt zusammen”, sagt Lafer. Ein Satz, der mehr Liebe enthält als viele lange Erklärungen.

Seine beiden Kinder Jennifer, 31, und Jonathan, 25, erfuhren erst vor zwei Monaten, was mit ihrem Vater los ist. Er wollte es so lange wie möglich geheim halten — aus Schutz, nicht aus Verleugnung. „Sie sind dann sofort gekommen. Sie waren unglaublich stark. Sehr hilfsbereit.” Kinder, die ihrem Vater zeigen, dass er nicht allein ist. Auch das ist ein Satz, der schwer wiegt.

Der Arzt, der keine Prognose geben will

Wie viel Zeit ihm noch bleibt — das kann ihm niemand sagen. Kein Arzt will eine Prognose stellen. Lafer selbst hat das mit einer Gelassenheit akzeptiert, die man ihm nicht abnehmen müsste, die aber echt wirkt. „Das ist unterschiedlich. Ich habe heute von einem gehört, der nur ein Jahr überlebt hat, andere leben noch zehn Jahre gut damit.”

Und dann: „Ich bin jetzt 68 und habe schon vieles erlebt.” Ein Satz, der keine Resignation ist. Es ist ein Blick zurück auf ein Leben, das gefüllt war — mit Küchen, mit Geschmack, mit Menschen, mit Momenten.

Sein Glaube trägt ihn. „Mein Glaube ist ganz wichtig, ich bete auch”, sagt er. Kraft gibt ihm auch der Kontakt zu Kollege Alfons Schuhbeck, der selbst an Krebs erkrankt ist. „Wir haben uns sehr nett geschrieben und können sehr gut reden.” Zwei Männer, die das Handwerk des Kochens verbindet — und jetzt auch die Erfahrung schwerer Krankheit.

Die Lehre, die er zieht

Was hat ihm die Krankheit beigebracht? Eine Antwort, eine einzige: „Man darf nichts aufschieben.” Ein Satz, den viele kennen und wenige wirklich beherzigen. Bei Johann Lafer ist er keine Floskel. Er ist die Konsequenz aus einer Diagnose, die das Leben in Vorher und Nachher geteilt hat.

Er habe sein gesamtes Leben überdacht, sagt er. Lebe jetzt mehr im Hier und Jetzt. Schaue nicht auf das, was nicht geht — sondern auf das, was möglich ist. „Ich kämpfe. Und ich glaube fest daran, dass ich das schaffe.”

Der Traum, der bleibt

Und trotz allem gibt es einen Traum. Einen ganz konkreten, ganz persönlichen. „Ich würde gerne das Basislager des Mount Everest im Himalaya besuchen.” Nicht den Gipfel — das Basislager. Ein Ziel, das gleichzeitig bescheiden und kühn ist. Bescheiden, weil er keine Unmöglichkeit fordert. Kühn, weil er überhaupt noch Träume hat.

Daneben träumt er von einer Almhütte, die er bald besuchen möchte. Einfache Dinge, nahe Dinge, echte Dinge. Wie beim Kochen, sagt er selbst: „Im Leben ist vieles wie beim Kochen. Erst wenn die Basis stimmt, kann etwas wirklich gut werden.”

Wer ist Johann Lafer?

Johann Lafer wurde am 17. Juni 1957 in Edelschrott, Österreich, geboren. Er gilt als einer der bekanntesten und einflussreichsten Fernsehköche des deutschsprachigen Raums. Jahrzehntelang stand er in ZDF-Sendungen wie „Lafer! Lichter! Lecker!” und „Die Küchenschlacht” vor der Kamera und brachte Millionen Menschen die Leidenschaft fürs Kochen näher. Sein Restaurant „Le Val d’Or” auf dem Stromburg-Schloss in Rheinland-Pfalz wurde mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Er ist verheiratet mit Silvia Lafer und hat zwei Kinder.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was hat Johann Lafer für eine Krankheit?
Johann Lafer leidet an Lymphdrüsenkrebs, der nicht mehr heilbar ist. Er hat Metastasen im gesamten Körper und befindet sich aktuell im fünften Chemotherapie-Zyklus.

Wie geht es Johann Lafer aktuell?
Johann Lafer hat durch die Chemotherapie 25 Kilogramm verloren und seine Haare verloren. Er beschreibt seine aktuelle Situation als Krisenphase, kämpft aber weiter und hält an seinen Träumen fest.

Hat Johann Lafer noch Hoffnung?
Ja. Trotz der unheilbaren Diagnose kämpft Lafer aktiv gegen die Krankheit und betont, dass sie sich eindämmen lässt. Er glaubt fest daran, die Krankheit zu überstehen, und hat konkrete Träume für die Zukunft.

Was ist Johann Lafers letzter großer Wunsch?
Johann Lafer möchte das Basislager des Mount Everest im Himalaya besuchen. Außerdem träumt er von einem Besuch einer Almhütte in den Bergen.

Wie alt ist Johann Lafer?
Johann Lafer ist 68 Jahre alt. Er wurde am 17. Juni 1957 in Edelschrott in der Steiermark, Österreich, geboren.

Fazit

Johann Lafer steht vor der schwersten Herausforderung seines Lebens — und begegnet ihr mit einer Offenheit und einer Würde, die beeindruckt. Er versteckt nichts, beschönigt nichts, klagt nicht. Er kämpft, er träumt, er lebt. Der Himalaya wartet. Und wir drücken die Daumen, dass er ihn sieht.

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