Motsi Mabuse abgenommen: Das steckt wirklich hinter ihrem neuen Look
Wer Motsi Mabuse jahrelang als selbstbewusstes Body-Positivity-Gesicht kannte und sie jetzt in der britischen “Strictly Come Dancing”-Staffel sieht, reibt sich verwundert die Augen. Dass Motsi Mabuse abgenommen hat, ist längst keine Vermutung mehr, sondern von ihr selbst bestätigt – und die Geschichte dahinter ist deutlich komplexer als ein simples Diät-Update.
Genau dieser Widerspruch macht die Geschichte spannend: Eine Frau, die noch vor wenigen Jahren mit ihrer eigenen Dessous-Kollektion für Selbstliebe unabhängig von der Kleidergröße warb, verändert nun sichtbar ihre Figur. Wie passt das zusammen – und was sagt das eigentlich über den Druck aus, dem auch prominente Frauen in den Wechseljahren ausgesetzt sind?
Der sichtbare Wandel: Was in der britischen Show auffiel
Als die neue Staffel von “Strictly Come Dancing” in Großbritannien anlief, war der optische Unterschied bei Motsi Mabuse kaum zu übersehen. Enger geschnittene Kleider, ein neues Haar-Styling und eine insgesamt schlankere Silhouette sorgten in britischen wie deutschen Medien für Gesprächsstoff. Die Schätzungen zum Gewichtsverlust schwanken je nach Quelle zwischen rund zwölf und fünfzehn Kilogramm – eine präzise offizielle Zahl hat Mabuse selbst nie genannt.
Schnell kursierte die naheliegende Vermutung: Abnehmspritze. Bei einer öffentlichen Person Mitte vierzig, die binnen weniger Monate deutlich schlanker wirkt, liegt dieser Verdacht in einer Zeit, in der Ozempic und Co. den Boulevard prägen, nahe. Mabuse selbst hat diesem Verdacht in einem Interview mit der britischen Zeitung “The Sun” jedoch widersprochen und stattdessen einen deutlich unspektakuläreren Weg beschrieben.
Kein Spritzen, sondern Schwitzen: Ihre eigene Erklärung
Nach ihrer eigenen Darstellung basiert die Veränderung auf einer Kombination aus Krafttraining und einer umgestellten Ernährung. Nüsse, Obst, Gemüse und Salate sollen dabei eine zentrale Rolle spielen. Ergänzt wird das Programm durch regelmäßige Saunabesuche – laut ihren Angaben rund dreimal pro Woche – sowie durch Eisbäder, die sie nach eigener Aussage vor allem wegen ihrer mentalen Gesundheit schätzt.
Bemerkenswert ist dabei weniger die Methode selbst als die Begründung dahinter. Mabuse beschreibt die Umstellung nicht als Diät im klassischen Sinn, sondern als bewusste Vorbereitung auf eine Lebensphase, die noch vor ihr liegt.
Wechseljahre als eigentlicher Auslöser, nicht die Optik
Hier liegt der Kern der Geschichte, den viele Schlagzeilen zu “Motsi Mabuse abgenommen” nur am Rande streifen: Sie selbst rahmt die Veränderung explizit als Vorbereitung auf die Wechseljahre, nicht als ästhetisches Projekt. Ihr Arzt habe ihr geraten, sich mehr zu bewegen, erzählte sie im Interview. Gleichzeitig macht sie deutlich, dass sie sich aktiv auf körperliche und hormonelle Veränderungen einstellen möchte, die in den kommenden Jahren zu erwarten sind.
Interessant ist dabei auch ihre Kritik an der öffentlichen Debatte rund um das Thema. Sie störe sich daran, dass praktisch jeder Podcast und jeder Beitrag zu Wechseljahren auf Angstmacherei setze, sagte Mabuse. Niemand vermittle die Botschaft, dass die Phase auch bewältigbar sei, ohne in Panik zu verfallen. Ihre eigene Strategie: den Alltag und den Lebensstil aktiv gestalten, anstatt sich von Unsicherheit treiben zu lassen.
Body Positivity und Gewichtsverlust: Ein Widerspruch, den Mabuse selbst nie aufgelöst hat
Genau an dieser Stelle wird die Geschichte für Beobachter besonders spannend. Erst wenige Jahre zuvor hatte Motsi Mabuse mit ihrer eigenen Unterwäschekollektion “Colours of Motsi” öffentlich für Körperakzeptanz unabhängig von Figur und Kleidergröße geworben. Ihre damalige Botschaft war eindeutig: Es gebe keine falschen Körper, nur unterschiedliche.
Dass ausgerechnet diese Frau nun mit einem deutlich schlankeren Auftritt für Schlagzeilen sorgt, wirkt auf den ersten Blick wie ein Bruch mit der eigenen Haltung. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass Mabuse selbst diesen scheinbaren Widerspruch nie thematisiert oder aufgelöst hat – sie hat schlicht nie erklärt, wie ihre frühere Body-Positivity-Botschaft mit der jetzigen körperlichen Veränderung zusammenpasst. Diese Lücke in der öffentlichen Kommunikation ist bemerkenswert, gerade weil sie in der Vergangenheit sehr offen über ihr Verhältnis zu ihrem Körper gesprochen hat.
Bereits 2022 erinnerte sich Mabuse in einem Interview an eine prägende Szene aus ihrer aktiven Tanzkarriere: Ein Trainer habe ihr geraten abzunehmen, obwohl sie damals gerade einmal 50 Kilogramm wog. Diese frühere Erfahrung mit Druck rund um ihr Gewicht macht die heutige Situation noch vielschichtiger, denn sie zeigt, dass Mabuse das Thema Körperbild aus mehreren, teils gegensätzlichen Perspektiven kennt.
Karriere im Zeitraffer: Vom Leistungssport zur TV-Institution
Um die aktuelle Entwicklung einzuordnen, lohnt ein Blick auf Mabuses Weg. Geboren 1981 in Südafrika, kam sie mit 18 Jahren nach Deutschland und machte sich zunächst als Profi-Tänzerin einen Namen, unter anderem als Deutsche Meisterin im Latein-Tanz. Bis 2014 war sie aktiv im Hochleistungssport, wo Gewicht und äußeres Erscheinungsbild ständige Begleiter ihrer Karriere waren.
Seit 2007 ist sie deutschen Zuschauern durch “Let’s Dance” bekannt, seit 2011 als festes Jury-Mitglied an der Seite von Joachim Llambi und Jorge González. 2019 kam die Rolle als Jurorin bei der britischen Originalversion “Strictly Come Dancing” hinzu – jene Bühne, auf der ihr aktueller Gewichtsverlust nun besonders auffällt, weil sie dort im direkten Vergleich zu früheren Staffeln zu sehen ist.
Privat lebt Mabuse seit vielen Jahren mit ihrem Mann Evgenij Voznyuk und der gemeinsamen Tochter in Stockstadt am Main, wo das Paar auch eine eigene Tanzschule betreibt.
Was diese Geschichte über den Druck auf Frauen Mitte vierzig verrät
Die eigentliche Relevanz der Geschichte liegt nicht in der Zahl auf der Waage, sondern darin, wie öffentlich diese Frage überhaupt verhandelt wird. Kaum ein männlicher Prominenter würde bei einer ähnlichen körperlichen Veränderung mit derselben Aufmerksamkeit und denselben Verdächtigungen konfrontiert. Dass Mabuse sich gezwungen sah, öffentlich klarzustellen, keine Abnehmspritze zu nutzen, zeigt, wie sehr weibliche Körper im Rampenlicht unter ständiger Beobachtung stehen – selbst wenn die Betroffene selbst gesundheitliche statt ästhetische Gründe anführt.
Häufig gestellte Fragen zu Motsi Mabuse und ihrem Gewichtsverlust
Wie viel hat Motsi Mabuse abgenommen?
Je nach Quelle wird ihr Gewichtsverlust auf zwölf bis fünfzehn Kilogramm geschätzt. Eine offizielle, von ihr selbst genannte Zahl gibt es bislang nicht.
Hat Motsi Mabuse eine Abnehmspritze genommen?
Nein, laut eigener Aussage im Interview mit “The Sun” hat sie keine Abnehmspritze wie Ozempic verwendet. Sie führt ihre Veränderung auf Krafttraining, Ernährungsumstellung und Saunabesuche zurück.
Warum hat Motsi Mabuse abgenommen?
Sie selbst nennt als Hauptgrund die Vorbereitung auf die bevorstehenden Wechseljahre sowie den Rat ihres Arztes, sich mehr zu bewegen. Ästhetische Gründe stellt sie in ihren Aussagen bewusst in den Hintergrund.
Wie passt der Gewichtsverlust zu ihrer früheren Body-Positivity-Botschaft?
Mabuse hat diesen Widerspruch bislang nicht öffentlich kommentiert oder aufgelöst. Ihre frühere Kampagne für Körperakzeptanz und ihr aktueller schlankerer Auftritt stehen bislang unkommentiert nebeneinander.
Wann wurde der Gewichtsverlust von Motsi Mabuse öffentlich bekannt?
Auffällig wurde die Veränderung mit dem Start der neuen “Strictly Come Dancing”-Staffel in Großbritannien im Herbst 2025, als Mabuse in engeren Kleidern und mit neuem Styling vor die Kamera trat.
Fazit
Motsi Mabuse hat abgenommen – das ist unbestritten. Spannender als die Kilozahl ist jedoch, dass sie den Wandel bewusst als Gesundheitsvorsorge für die Wechseljahre rahmt und nicht als Schönheitsprojekt, während sie den Widerspruch zu ihrer früheren Body-Positivity-Haltung bislang unkommentiert lässt. Wer die Geschichte verstehen will, sollte weniger auf die Zahl auf der Waage schauen als auf das, was sie über den Umgang mit dem eigenen Körper in einer neuen Lebensphase verrät.
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